Nachruf

Am 27. Mai 2019 verstarb fern der Küste im Berchtesgadener Land der frühere Ordensmeister der Heyligen FRau Latte Udo Ude.

Er war wohl der letzte Ordensmeister unter dem es der Latte gelang die Abberufung eines Ordinarius an der TU Berlin durchzusetzen – ein Husarenstück, dass der Latte einen größeren Artikel im „Spiegel“ am 27.7.1955 bescherte .

Geboren 1930 in Mainz und aufgewachsen in Diepholz packte ihn früh die Liebe zum Schiffbau. Nachdem er bei einem Praktikum in der Vegesackwerft in Bremen sein erstes Faltboot konstruieren und bauen durfte, schrieb er sich 1949 an der TU Berlin ein und schloss sein Studium am 14.11.1958 als Schiffbau Diplomingenieur ab. Während der 9 Studienjahre engagierte er sich bei der Frau Latte nicht nur im geselligen Bereich, sondern er sorgte für die Wiederbelebung der „Kupferkabinetts“ indem alte Prüfungsfragen dokumentiert und der Bruderschaft zu Lernvorbereitung anheimgestellt wurden.

In den folgenden 44 Jahren arbeitete er für die Howaldswerke Deutsche Werft in Kiel und zwar ausschließlich im Sonderschiffbau. Er zeichnete dort – nahezu von Beginn an – für die Konstruktion dieselelektrischer U-Boote zunächst für die Bundesmarine, anschließend für die Nato-Staaten wie Norwegen, Griechenland und Türkei aber auch für Marinen in Lateinamerika und Asien verantwortlich. Innovationen wie Permasyn – Motoren (Elektromotoren mit permanenterregten Magneten), Metallhydridspeicher und Brennstoffzelle wurden unter seiner Leitung im Unterseebootbau etabliert.

Der Heyligen FRau blieb er immer verbunden.

Udo Ude war einer der profiliertesten deutschen Schiffbauer der Nachkriegszeit.
Die Heylige FRau Latte wird ihm ein ehrendes Angedenken bewahren.